Der BSV Wulferdingsen hatte die Streetballtour nach Bad Oeynhausen gelockt. Nach mehreren Bewerbungen in den Vorjahren, war es an diesem Samstag endlich so weit. Im Vorfeld war der Schulhof zwischen Realschule und Gesamtschule in einen großen Basketball-Court verwandelt worden. Zwölf Körbe mit den dazu gehörigen Feldern waren aufgestellt und aufgemalt worden. Es konnte also losgehen. Nachdem sich bereits mehr als 50 Mannschaften angemeldet hatten, kamen am Spieltag noch weitere hinzu, so dass 74 Teams ins Rennen gingen. »Wir hatten uns 60 Mannschaften als Ziel gesteckt. Das haben wir klar überschritten und sind damit sehr zufrieden«, sagte Ute Röhling, Vorsitzende des BSV Wulferdingsen.
Besonders in der Herren-Konkurrenz war der Andrang groß: 28 Mannschaften waren am Start. Das spielerische Niveau im Spiel Drei-gegen-Drei passte sich der Größe des Teilnehmerfeldes an. In den Partien ab dem Viertelfinale wurde Streetball zelebriert. Kurzweilige und ansehnliche Spiele bekamen die Zuschauer zu sehen. Blitzschnelle Dribblings, spektakuläre Korbleger und Dunkings standen auf der Tagesordnung. Vor allem die Duelle unter dem Korb waren spannend. Natürlich hatten die körperlich großen Spieler dort ihre Vorteile, aber auch die kleinen und flinken Akteure konnten sich immer wieder durchsetzen.
Im Herren-Finale trafen zwei Teams aufeinander, die jeweils einen großen Spieler mit über zwei Metern Länge in ihren Reihen hatten. Für packende Szenen unter dem Korb war also garantiert. Dass der Turniersieg schließlich an die Mannschaft »Kowalski« ging, hatte das Team aus Herford vor allem ihrem Aufbauspieler Geno Nesbitt zu verdanken. Der Regionalligaspieler der BBG Herford verwandelte in der entscheidenden Phase zwei Würfe aus dem Rückraum. Als Belohnung für den Erfolg gab es ein Finalticket für die Endrunde in Recklinghausen, wo sich die beste Teams der Quali-Turnieren messen werden.
Die Zweitplatzierten, »16 zu 0 retro« waren aus Hannover angereist und wollen unbedingt beim Finale dabei sein. Sie werden es an einem anderen Ort der NRW-Tour wieder versuchen. In einem anderen Halbfinal-Team mischte unter anderem ein ehemaliger deutscher Streetball-Meister mit.
Aus Wulferdingsener Sicht lief es bei den Jungen der Jahrgänge 1997 und jünger am besten. Dort belegte der BSV die Plätze zwei bis vier. Auch die »Men in Blue Wulfis« kamen in der Klasse 1995 und jünger auf Platz zwei. Das Endspiel ging nur knapp verloren. Erfolgreich waren auch Mannschaften der Realschule Nord, die zweimal Plätze auf dem Podest belegen konnten. Das Fazit von Ute Röhling fiel nach dem Turnier sehr positiv aus: "Alles hat geklappt, alle haben Spaß gehabt. Von mir aus kann die Streetball-Tour gern wieder Station in Bad Oeynhausen machen".







